damals…

Eine Website für hier und da

Ich liebte kleine Websites. Was größeres ging aber auch… Liebte? Ging? Ich habe diesen Teil meines Schaffens losgelassen. Nun konzentriere ich mich auf alles, was mit Liebe noch gedruckt werden möchte. Oder der Kreativität freien Lauf läßt – zum Beispiel für die Entwicklung eines neuen Logos, einer Ausstellung oder sonst irgendeiner schlauen Idee.


Früher war Website-Gestaltung noch ein kreativer Beruf. Man hatte Ideen, hat Farben ausgesucht, Layouts gebaut, Texte geschrieben und sich gefreut, wenn am Ende etwas Schönes online ging. Heute besteht der Job gefühlt zu 12 % aus Design und zu 88 % aus dem Versuch herauszufinden, ob der Cookie-Banner links oben oder rechts unten juristisch weniger gefährlich ist.

Bevor überhaupt ein Pixel gesetzt wird, braucht man inzwischen erst mal eine Datenschutzerklärung in Romanlänge, einen Datenverarbeitungsvertrag, drei Häkchen zur Einwilligung, vier Rückfragen vom Kunden und mindestens einen Nervenzusammenbruch. Danach darf man dann vielleicht anfangen, eine Überschrift zu gestalten – sofern nicht gerade noch geklärt werden muss, ob das Kontaktformular Daten speichert, überträgt, anschaut oder nur emotional verletzt.

Und jetzt kommt auch noch die künstliche Intelligenz um die Ecke und sagt: "Kein Problem, ich mache dir in 30 Sekunden eine komplette Website." Mit Texten, Bildern, SEO, Logo, Branding und wahrscheinlich gleich noch der passenden Steuererklärung dazu.

Da fragt man sich natürlich irgendwann: Wozu noch ein Konzept erstellen, wenn der Algorithmus brainstormt? Wozu einen Grafiker, wenn die Maschine fünf Logos pro Minute ausspuckt? Wozu einen Texter, wenn die KI in Bruchteilen einer Sekunde schreibt: "Herzlich willkommen auf unserer innovativen und kundenorientierten Homepage"? Und wozu einen Programmierer, wenn bald ein Knopf reicht, auf dem steht: "Mach mal schön."

Kurz gesagt: Ich habe nicht die Lust an Websites verloren. Ich habe nur festgestellt, dass ich eigentlich Designer sein wollte – und nicht Datenschutzbeauftragter mit Nebenfach Maschinenbeobachtung.

 

(Das ist das Ergebnis meiner KI-Anfrage: "Schreibe mir bitte einen witzigen Text zur Erklärung, warum ich den Spaß an der Gestaltung von Websites verloren habe – mit Hinsicht auf alles bürokratische mit Datenschutzerklärung und Datenverarbeitungsvertrag und künstlicher Intelligenz, die auf Knopfdruck bald alles von alleine macht, wo es kein Konzept, keinen Grafiker, keinen Texter und auch keinen Programmierer mehr braucht." – Woher kennt die mich so genau?)